Definition Entspannung

Immer mehr kommt der Entspannungsbegriff im Alltag vor. Man solle mehr entspannen, weil einem das gut tue. Doch was genau passiert eigentlich wenn ich entspanne und wie mache ich das?

Nach Dorsch ist Entspannung folgendes: „Ein kurzfristiger oder länger anhaltender Zustand reduzierter metabolischer, zentralnervöser unbewusster Aktivität. Entspannung ist auf subjektiv-verbaler, physiologischer und motorischer Ebene mess- und definierbar. Entspannungszustände sind nicht mit den Schlafphasen gleichzusetzen, Entspannung geht mit wachem Verhalten einher, wenngleich auch die Schlafphasen subjektiv als entspannend erlebt werden können. Muskuläre, autonome und subjektive Entspannung müssen nicht korrelieren.“

Jetzt sind wir alle schlauer oder?? 😀

Ich versuche es mal verständlicher zu formulieren:
Entspannung ist sowohl ein körperlicher, als auch ein geistiger Zustand. Während der Entspannung ist die Aktivierung dieser beiden Faktoren deutlich reduziert. Körper und Geist werden ruhig, wodurch sich alle vorherigen Anspannungen lösen (können). Zusätzlich zu der spürbaren Beruhigung, treten physiologische Veränderungen auf, die nicht unbedingt spürbar sind, sich aber positiv auf das Wohlbefinden und auch die Gesundheit auswirken:
Die Herzfrequenz nimmt ab, der Blutdruck sinkt, die Muskelspannung nimmt ab, Stresshormone werden weniger ausgeschüttet (Cortisol, Adrenalin) und in tiefen Entspannungsphasen sind mehr Alphawellen messbar (elektromagnetische Wellen im Gehirn, die die Konzentration und Aufmerksamkeit steigern). Diese Alphawellen treten nicht während des Schlafens auf, auch wenn viele Schlaf mit Entspannung gleichsetzen. Natürlich entspannen die Muskeln und der Kopf wird nicht überflutet mit neuen Informationen, doch während einer „aktiven“, bewussten Entspannung passieren andere Dinge in Körper und Geist.

Methoden zur aktiven Entspannung sind zum Beispiel: Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Biofeedback und Meditation. (Zu den Methoden findet ihr hier im Blog noch mehr Beiträge. Zum Beispiel diesen hier: https://lieblingsich.com/2020/10/29/4-entspannungschallenge/)
So ist die Entspannungsphase der Gegenspieler zur Anspannungsphase und ist für die Erholung zuständig. Die Erholung ist für eine erfolgreiche Anspannungsphase wichtig. Die Anspannungsphase ist für die Arbeit und Leistungserbringung zuständig.

Entspannt ihr euch regelmäßig bewusst? Habt ihr schon verschiedene Methoden ausprobiert? Habt ihr etwas gelernt, was ihr vorher noch nicht wusstet?

Wir wünschen euch bewusste Entspannung,
Nicki und Tammy

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: